Diskussionsforum Niederländisch für Deutsche – Deutsch für Niederländer

Hilfe bei meiner Hausarbeit

Hallo, ich komme mit einer sehr einfachen Hausarbeit nicht voran. Es soll gehen um ‘meinem Einstiegswissen’ im Kurs Culture and Catastrophe: a German and Jewish history. Die Arbeit soll gehen über das deutsch-jüdische Zusammenleben, sie braucht nicht wissenschaftlich zu sein und nur 1000 Wörter groß.
Ist hier jemand, die mir mit einem Thema auf den Weg bringen kann. Ein Interview ist eventuell auch gestattet.

PS als echter Student ist es natürlich eine last-minute Arbeit. Morgenabend soll es fertig sein.

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Kijk eens, ik heb je wat mails gestuurd.
Wie sagt man auch auf Deutsch: Du arbeitest „auf den letzten Drücker“! :wink::wink::wink:

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Erg goed. Ik begin ideeën te krijgen. Bedankt.:+1:

Gestern waren sie noch Freunde auf dem Schulhof
Nach der Reichskristallnacht nicht mehr…

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Dirk, Reichskristallnacht bitte nicht gebrauchen (ein fürchterlicher, verherrlichender Begriff), es ist die Progromnacht:

Die verharmlosende Bezeichnung Reichskristallnacht , deren Herkunft nicht definitiv geklärt ist, bildete und erhielt sich für den reichsweiten Pogrom (gewalttätige Aktion gegen Menschen, die einer Minderheit angehören) gegen die Juden im Deutschen Reich, der am 9./10. November 1938 stattfand. ‘‘Kristallnacht’’ bezieht sich auf die überall verstreuten Glasscherben vor den zerstörten Wohnungen, Läden und Büros, Synagogen und öffentlichen jüdischen Einrichtungen. Der Begriff Reichspogromnacht (oder auch Pogromnacht bzw. Novemberpogrom) hat sich erst in jüngster Zeit verbreitet und im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt, um das belastete Wort “Reichskristallnacht” zu ersetzen. (Quelle: Landeszentrale für Politische Bildung Württemberg) Reichsprogromnacht

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Sorry, dass ich den politisch nicht korrekten Begriff verwendet habe.
Mit den beiden Sätzen habe ich aber auf den Punkt gebracht, was auf einem Schulhof hätte passiert sein können.

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Stimmt, in Deutschland ist der Begriff nicht (politisch) korrekt. In anderen Ländern wird dieser Begriff soweit ich weiß durchaus noch gebraucht. https://nl.wikipedia.org/wiki/Kristallnacht

Wenn man daraus macht:

Gestern waren sie noch Freunde auf dem Schulhof
Nach den Novemberpogromen 1938 nicht mehr…

Dann haben die Sätze die ganze Dramatik verloren. Ich persönlich finde nicht, dass der Begriff Reichskristallnacht irgendwas verharmlost. Mir läuft es auf jeden Fall kälter den Rücken runter wenn ich diesen Begriff höre als irgendeiner der Ersatzbegriffe, die ich selber verharmlosend empfinde.

Bei mir brauchst Dich diesbezüglich also nicht entschuldigen. Bei dem Begriff Kristallnacht weiß zumindest jeder was gemeint ist, ohne den PC Begriff innerlich erst mal “übersetzen” zu müssen.

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Ich sehe das ganz anders. Reichskristallnacht ist ein Begriff, der mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Ecke der NS-Diktatur stammt (wie auch die Begrifflichkeit “3.Reich” durch die NS-Diktatur erfunden wurde und nicht mehr gebraucht werden sollte), es wird, wie auch der Artikel sagt, auf die zerstörten Fenster und Schaufenster angespielt, die das Grauen gegen Juden und Andersdenkende eingeleitet haben. Auch denke ich, dass es egal ist, was das persönliche Empfinden zu so einem Begriff ist, oder ob “jeder” weiß, was gemeint ist. Es ist ein verharmlosender Begriff, den sicher gerade jüdische Menschen nicht mehr hören wollen. Im Artikel wird es deutlich erklärt und ich meine, wir sollten unseren Sprachgebrauch anpassen. Soweit jemand mit dem Begriff “Reichsprogromnacht” nichts anfangen kann, ist in der heutigen Zeit problemlos Erhellung möglich und sollte für jeden machbar sein. Die Dramatik verliert ein Satz dadurch sicher auch nicht, so denn der Begriff Dramatik an dieser Stelle sinnvoll gewählt ist. Auch ist es kein Ersatzbegriff sondern steht für das Geschehen, das mit dieser Nacht seinen Lauf nahm. Wir sollten es nicht unter PC abbuchen, wenn wir Begrifflichkeiten nicht mehr verwenden wollen, die durch die NS-Diktatur geschaffen oder zumindest gefördert wurden.

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Alles op het laatste moment doen !

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Gut - das sehe ich wiederum anders. Mir ist es egal, wer sich einen Begriff ausgedacht hat. Für mich zählt, ob die Worte eher stark und mit Bedeutung geladen sind, oder eher hohl und nüchtern. Am Begriff “3. Reich” finde ich auch nicht viel falsches (genauso wenig am Begriff “tausendjähriges Reich”). Er zeigt, dass es schon drei “Reiche” gab, die alle vergänglich waren. Bevor wir uns auf den Weg machen ein “4. Reich” zu erschaffen sollten wir uns also bewusst machen, dass dieses höchstwahrscheinlich genauso ein Griff ins Klo sein wird wie vorherige Versuche, etwas “Großes” zu schaffen.

Reichpogromnacht (beachte bitte die richtige Rechtschreibung!) ist meiner Meinung nach ein schrecklich verkopfter Begriff. Auch wenn natürlich eine verstandesmäßige “Erhellung” möglich ist was die Bedeutung dieses Begriffes angeht, so lässt mich der Begriff emotional kalt, weil er emotional nicht wirklich greifbar ist - genauso wie irgendwelche lateinischen Bezeichnungen für irgendwelche schlimmen Krankheiten. Wenn ich “Reichspogromnacht” oder “Novemberpogrome” höre fühle ich - genau nichts. Mit dem Verstand weiss ich, dass da schreckliche Dinge geschehen sind, aber emotional ist der Begriff für mich eine hohle Nuss. Bei der “Kristallnacht” sehe ich das Grauen direkt vor meinem inneren Auge. Von daher sehe ich es persönlich eben genau anders herum. Das Pogrom verharmlost, weil es die Gefühle “ausknipst”.

Ich denke auch, dass jüdische Menschen mit dem Begriff leben können, auch wenn dort die emotionale Aufgeladenheit des Begriffs noch viel stärker ausfallen dürfte. Natürlich ist der Begriff für sie grausam, weil das Ereignis schlichtweg etwas unvorstellbar grausames war. Dadurch, dass wir es nun Pogrom nennen helfen wir keinem dieser Menschen wirklich. Wichtiger ist eher, dass wir dafür sorgen, dass dies nicht noch einmal passiert. Ich denke seit dem zweiten Weltkrieg haben sich Juden in Deutschland noch nie so unsicher gefühlt wie heutzutage.

In gewisser Weise ist es ein Ersatzbegriff. Vor einigen Jahrzehnten war der Begriff “Kristallnacht” auch in Deutschland der übliche Begriff. (international wird er wie gesagt nach wie vor gebraucht und dürfte da auch eher der gebräuchliche Begriff sein) Pogrom ist - auch wenn es vom wissenschaftlichen Standpunkt her versucht zu beschreiben, was da passiert ist - ein Ersatzbegriff, weil eine gewisse Gruppe den ursprünglichen Begriff für problematisch hielt. Der neue Begriff ist aber kein adäquater Ersatz. Ich persönlich halte ihn sogar für gefährlich. Wenn man nach wie vor mit den alten Begriffen konfrontiert wird, wird einem meiner Meinung nach eher bewusst, wie emotional manipulativ im dritten Reich gearbeitet wurde. Das geht verloren, wenn man alles in eine neubegriffliche, wissenschaftliche Hülle steckt. Ohne eine Manipulation der Emotionen hätte es nie ein drittes Reich gegeben. Und auch das vierte Reich, das fünfte, das sechste und alle “Reiche” die noch kommen, werden wahrscheinlich einen ähnlichen Mechanismus haben. Aus dem selben Grund finde ich es auch für grundfalsch, wenn z.B. in Computerspielen Hakenkreuze “zensiert” werden. Es entzieht dem Grauen sein Grauen. Ungefährlicher wird es dadurch aber nicht. Die selbe Meinung habe ich zum Buch “Mein Kampf”. Soll doch jeder selbst lesen können, dass sogar benutztes Klopapier zu schade ist, um diesen Quark zu drucken.

Ich denke daher, jeder sollte es mit sich selbst ausmachen dürfen, welche Begriffe er verwenden möchte und welche nicht. Das ist eine der Errungenschaften unserer freien Gesellschaft. Dadurch, dass man gewisse Worte zu “unsagbaren Worten” erklärt , hilft man ihr meiner Meinung nach nicht.

Es zeigt aber ganz gut, wie wenig wir das Ganze in Wirklichkeit verarbeitet haben. Wir verdrängen es ein Stück weit (auch indem wir Begrifflichkeiten verändern) und bevor wir es merken, steht der nächste Adolf vor unserer Haustür - oder der eines Nachbarlandes. Ich bin davon überzeugt, dass wirklich jedes Volk potentiell für solche Ideologien anfällig ist.

Ich persönlich werde mir die Kristallnacht nicht nehmen lassen, selbst wenn ich dafür vielleicht im falschen Land bin.

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Helaas zie ik dat precies zo.

Bedankt voor alle antwoorden, hier en privé. Ik kan er nu wel iets van maken.

Ook de bovenstaande discussie is interessant. Het geeft aan hoe je beide met de beste bedoelingen toch tot een andere conclusie kunt komen.

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Is het nog gelukt?

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Ja, :slightly_smiling_face:
Er zijn me hier een paar persoonlijke ervaringen geschreven en ik heb wat relevante links gekregen. Daardoor is het een mooi en evenwichtig stukje geworden (Voor zover dat in het kader van deze opdracht mogelijk is) Nu nog afwachten wat de docent (een prof. Hebreeuwse taal en cultuur) er van vindt :grin:

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Toen ik dit las, kreeg ik ook meteen weer zin om te studeren. Het is vast gelukt!

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