Diskussionsforum Niederländisch für Deutsche – Deutsch für Niederländer

Hallo aus Hannover von der Nordseekrabbe

Hallo zusammen,

seit meinen Urlauben als Kind an der Nordsee in Nordholland bin ich Fan von den Niederlanden, fahre seit Jahren dorthin in Urlaub.

Ich würde sehr gern die Sprache erlernen und suche gerade einen guten Sprachunterricht bei einem Muttersprachler.

Liebe Grüße
die Nordseekrabbe

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Hallo Nordseekrabbe!

Willkommen hier bei uns. Zumindest was schriftliche Fertigkeiten angeht und die Erweiterung des Wortschatzes kannst Du hier sicher üben.

Hast Du denn schon Sprachkenntnisse und vielleicht auch schon einen Kurs gemacht?

Groetjes
Gabi

Moin Gabi,

ich kann noch gar nichts. ^^ Einmal hatte ich mir ein Buch gekauft (mit DVD), aber dann doch nicht reingeschaut. Wobei es mir sehr gut hilft, wenn ich (wie bei einigen yt-Vidois) das Gesprochene zeitgleich mit dem Geschriebenen sehe. Es gibt aber soviel Auswahl, dass ich mich nicht entscheiden kann…

LG!

Hallo Krabbe,

dann gibt es hier sicher Möglichkeiten und Tipps von Leuten die lernen. Auch den “Niederländisch ganz schnell-Kurs” von hier können dir sicher Leute empfehlen. Ich habe Niederländisch in den Niederlanden gelernt, die Option hast Du ja leider nicht…

Viel Erfolg!
Gabi

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Hoi Nordseekrabbe,

Van harte welkom!

Schön, dass du dich vorstellst und dass du niederländisch lernen möchtest. Falls du Fragen über den NL Ganz Schnell-Kurs hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

Hartelijke groeten uit Aken,

Ralf

Moin Nordseekrabbe, viele Grüße aus Oldenburg und viel Spaß beim Niederländisch lernen. Es ist gar nicht so schwer wie du denkst !

Lg Mona

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Danke, Ralf.

Danke schön. :slight_smile:

Hi Krabbe,

Ich bin Holländer und wohne in der Nähe von Hannover. Was suchst du genau in einem Muttersprachler?

Steven

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Hoi Steven, @SXW

Welkom op het forum. Misschien wil je jezelf even voorstellen? :slight_smile:

Ik wens je veel plezier.

Groetjes,
Andrea

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Hi Steven,

Sprachunterricht : ) Ich fand es in der Schule schon nicht so vorteilhaft, dass die Lehrer für Sprachen eben auch “nur” Deutsche waren und entsprechend nicht die Aussprache, wie sie ein Muttersprachler hat. Ich möchte keinen deutschen Akzent haben, wenn ich eine andere Sprache spreche und hatte mal online geschaut, aber noch keinen Anfängerunterricht hier gefunden.

Liebe Grüße
die Nordseekrabbe

Sind die Lehrer bei euch an der vhs keine Muttersprachler? Einen Akzent werden wir wohl immer haben… wenn auch mehr oder weniger „schlimm“

Muss nicht, Mona, wenn nur in dem Land lebst, und viel in der Landessprache sprichst, dann kannst du einen Akzent auch verlieren. Aber klar, wenn ich nur hier in Deutschland probiere Niederländisch (oder ein andere Sprache) zu lernen, dann wird einem ein Akzent wohl erhalten bleiben.

Ich habe in meiner Zeit in NL auch sehr viel Englisch gesprochen und mir wurde fürs Niederländische immer ein ganz leichter Akzent, den viele Leute nicht zu verorten wussten, bescheinigt. Mein Englisch hatte nach ein paar Jahren wohl witzigerweise einen niederländischen Akzent. So kanns auch gehen.

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Ging mir in England so, da merkten die Leute auch, dass irgendwas nicht ganz stimmt, aber sie konnten es nicht zuordnen, die Tipps gingen von Südafrika über USA bis Niederlande. Mir gefiel es insofern, als ich nicht gleich als deutsch zuzuordnen war. Da war ich allerdings noch jung :wink: Ich fürchte, im Niederländischen werde ich meinen deutschen Akzent nicht ganz loswerden :sweat_smile:

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Hallo, ich habe so gelernt: Pons Powersprachkurs „NL in 4 Wochen“ oder so. Den habe ich aus der Bücherei ausgeliehen, und mir von vornherein acht statt vier Wochen vorgenommen, weil ich mich kenne: Ich lerne schnell und vergesse auch schnell wieder! Weil das Buch geliehen war, habe ich die Übungslückentexte von Hand komplett abgeschrieben. War dadurch einprägsamer. Daneben habe ich einen Babbelkurs gemacht. Danach war ich in der Lage, zu lesen und lese seitdem Unmengen auf niederländisch. Irgendwann ging das Lesen so flüssig, dass ich ziemlich plötzlich auch Radio verstehen konnte.
Sprechen hatte ich jedoch vernachlässigt, und das ging überhaupt nicht! Also habe ich einen VHS-Kurs für die ganz Fortgeschrittenen gefunden, in dem es um Sprechen ging. Damit fiel dann soweit der Groschen, dass ich mittlerweile recht gut zurecht komme. Dennoch- bei mir ist die Diskrepanz zwischen aktiv und passiv sehr groß. Stört mich persönlich nicht so sehr, da ich außer bei Kurzreisen sowieso nicht zum Sprechen komme, und für diese Reisekonversation reicht es allemal. Auch hier in D spreche ich schließlich beim Einkaufen nicht viel. Aber da ist jeder anders. Mein Traum war das Verstehen und vor allem Lesen, und das klappt super.

Was die Aussprache betrifft, finde ich, ist das der Aspekt, der dem Deutschen am entferntesten ist. Man sieht es aber auch an in D lebenden Leuten anderer Herkunft: Manche haben einen leichten, manche einen starken Akzent. (Nur einen Dänen mit starken Akzent habe ich noch nicht getroffen- die scheinen echt ähnliche Laute zu produzieren!) M.E. hat es nicht hauptsächlich mit dem Leben im Land zu tun. Das Gehör wird auf die Muttersprache „geeicht“, und wenn man nicht aus Interesse oder Talent extra Aufmerksamkeit dort hinein investiert, wird man nicht in der Lage sein, alle Nuancen überhaupt wahrzunehmen. Es muss einem schon ein Anliegen sein. Dann kann man aber in Richtung Aussprachetraining für Sänger und Schauspieler recherchieren, die sich systematisch mit dem Thema auseinandersetzen. Ein interessantes Thema! Dann findet man sicher auch Wege, wie man sowas auf die eigene Wunschsprache anwendet. Ein Lesetipp in der Sache: Fluent Forever, von Gabriel Wyner. Ob als Buch oder in seinen YouTube-Beiträgen- ich denke, das Thema Aussprache wird ganz gut behandelt.
LG Eline

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Trotzdem hat der Akzent ganz entschieden was damit zu tun, ob man im Ausland lebt oder nicht. Schließlich höre ich die Sprache da jeden Tag und kann sie viel besser trainieren. Insofern glaube ich nicht, dass das Gehör auf Muttersprache geeicht ist. Klar, in der Anfangszeit sicherlich, aber je länger du dich im Ausland aufhältst und so mehr gewöhnt sich dein Gehör an die andere Sprache. Da isses natürlich ein Unterschied ob ich in den Niederlanden oder in China bin. Je fremder uns die Sprache um so schwieriger wird es. Interesse ist natürlich immer förderlich und Talent nicht verkehrt. Der Zugang zu einer Sprache ist meines Erachtens noch besser, wenn man auch in der Lage ist sie zu artikulieren.

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Hallo zurück, meine Mutter zB ist Bulgarin, lebt aber um Jahre länger in Deutschland als ich alt bin und kann nach wie vor nicht sicher zwischen den auf deutsch wichtigen kurzen bzw. langen Vokalen unterscheiden- ob Rogen oder Roggen, Höhle oder Hölle, etc. Das ist eine typische Nichtwahrnehmung, übrigens auch von Polen. Ein o ist ein o, was wir als wesentlich hören, ist einfach undefiniert für diese Ohren. Man ordnet die Laute dem zu, was einem als Palette zur Verfügung steht. Man kann auch jahrzehntelang „daneben“-hören. Hat jemand den Ehrgeiz, das zu verbessern, so kann er/sie systematisch üben mit Nachsprechen oder Hörerkennen und direkter Rückkopplung.
Die Laute sind sprechtechnisch alle miteinander verbunden, die Grenze zB zwischen a und e ist fließend- man kann direkt den Klang von a zu e schleifen. Irgendwo da drin ist das deutsche a, irgendwo auf dem Weg streift man vielleicht das arabische a, das für uns ungefähr zwischen a und e liegt, für Muttersprachler aber ganz genau an einem Punkt. Wenn nun eine Sprache zwischen unserem a und e gleich mehrere definierte Vokale benutzt, so ist das für uns keine Selbstverständlichkeit, den Unterschied sicher zuzuordnen.
Gerade dort irgendwo liegt ja auch das englische a, zB im Wort Jazz. Welcher Deutsche kann das wirklich auf den Punkt treffen, ob nun in Amerika oder England? Auch wenn man sich bemüht, nicht gleich Jäzz zu sagen, so ist es doch eher eine Ausnahme als die Regel, wenn es einer so sagt, dass ein Muttersprachler nicht merkt, dass da ein Fremdsprachiger spricht.
In die Richtung geht auch ein Beitrag von Alexandra dazu, wie Niederländer im Vergleich zu Deutschen das englische u aussprechen: Donald Trump heißt in D „Tramp“ und in NL Trümp.
Beides nicht korrekt. Siehe: https://www.buurtaal.de/blog/uitspraak-u
Weitere Beispiele, zB zu dem japanischen Konsonanten, der zwischen r und l liegt und von Ausländern schwer zu treffen ist und gleichzeitig dazu führt, dass die Japaner nicht automatisch hören, dass da überhaupt ein Unterschied zwischen r und l besteht, in den Texten von Wyner, s.o.
Ein superspannendes Thema, finde ich!

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Als englische Muttersprachlerin ( USA ), ihr liegt alle falsch :wink: grins .

Ja da gebe ich dir absolut recht ! Man muss natürlich auch Wert darauf legen und gut hinhören .